Vielleicht hätten wir uns einen Kuli nehmen sollen, denn mit Rucksack kommt einen der Weg zum Busbahnhof viel länger vor. Der CTM-Bus sollte um 12:30 gehen. Wir wurden aber schon lange vor dem Ticketschalter abgefangen und man hat uns Plätze für halb soviel angeboten. In der Hoffnung schneller wegzukommen, gingen wir auf das Angebot ein. Ein Trugschluss, denn unser Bus fuhr 20min nach dem CTM-Bus und sammelte auf dem Weg aus der Stadt noch Fahrgäste auf.

 

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Das erste Stück der 170km Etappe nach Marrakech ging durch Tuyawälder. Da hier gerade eine Schnellstraße gebaut wird, kommt man sich wie bei der Camel-Trophy vor. Die Polizei kontrolliert sogar Fahrzeuge hier. Wir mussten unsere Ausweise nicht vorzeigen, aber alle anderen männlichen Fahrgäste. Unterwegs sammelten wir in jeder Stadt Fahrgäste auf. Über 3h ratterten wir über die Piste, bis wir endlich Marrakech erreichten. Eine echte Großstadt – man braucht einige Zeit, bis zur Stadtmitte vorzudringen. Auf dem Stadtplan sieht die Straße, wo unser gebuchtes Hotel liegt, sehr groß aus. Aus Erfahrung wissen wir aber, dass die Medina nur mit Motorrädern befahrbar ist. Wir schwanken zwischen Kuli und Minitaxi, entscheiden uns fürs Taxi, weil es mindestens 2km sind und der Kuli keine Ahnung hat, wo wir hin wollen. Das Minitaxi stellt sich als kleiner Pritschenwagen raus, ich fahre hinten mit den Kids, Jürgen muss sich vorne rein falten. Wie wir bald merkten hat auch der Fahrer nur eine ungefähre Ahnung, wo wir hin müssen und muss, nach dem wir den fahrbaren Untersatz abgestellt hatten, immer wieder nach dem Weg fragen.

 

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Auf jeden Fall sind wir froh nicht die Unterkunft jetzt noch suchen zu müssen. Stiltechnisch ist es aber nicht der absolute Bringer für den Preis. Es handelt sich um ein Riad unweit vom Platz der Gaukler, was hier das absolute Highlight sein soll. Wir haben zwar 2 Zimmer und Bad, aber nicht für alle Kinder Matratzen, so dass die Zwillis sich eine teilen müssen. Es wurden 2 Riads miteinander verbunden, dadurch gibt es tolle Sitzgelegenheiten auf dem Dach. Unser Zimmer ist im Erdgeschoß, was wir bei über 30 Grad zu schätzen wissen und eine nette Sitzecke im Innenhof erwartet uns schon.

 

Schnell ging es zum Platz der Gaukler Djemma el-Fna und schon nach 5 Minuten wurde mir Marrakech unsympathisch. Bevor man sich versehen konnte hatte Kiara schon eine Schlange um den Hals und man wollte 5€ von uns dafür.

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Auf dem Platz gibt es unzählige Stände, wo das Essen zubereitet wird und man wird ziemlich hart attackiert hier und nicht dort Essen zu gehen. Und dann wird man so richtig abgezockt! Sie stellen einem jede Menge Zeug auf den Tisch, was man nicht bestellt hat (ist normalerweise in Marokko kostenlos, wird aber hinterher mit 10€ berechnet, obwohl man es nicht angerührt hat).

Was für ein Glück, dass wir hier nicht unseren Urlaub begonnen haben! Marrakech ist nicht zu vergleichen mit dem restlichen Marokko, die Stadt ist durch den Tourismus total verdorben und nur auf Abzocke ausgerichtet.

 

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