Heute müssen wir eine große Strecke zurücklegen. Dazu haben wir uns mit dem Taxi nach Safi (60km) bringen lassen. Ein alter Benz, der fast so alt wie wir ist, heizte mit 100km/h übers Land. Kein Problem hier, denn der Belag ist gut und es gibt kaum Verkehr. Zwischendurch mal ein totgefahrenes Schaf, mehr nicht. Die Strecke ging durch eher karge Landschaft. Am Busbahnhof angekommen, stellte sich heraus, dass erst am Nachmittag wieder ein Bus nach Essaouira fahren sollte. Und so nahmen wir erneut ein Taxi. Damit wir nicht noch auf einen sechsten Fahrgast warten mussten, haben gleich wieder das ganze Taxi gemietet. Die weiteren 110km wurden nicht viel abwechslungsreicher, bis auf die Küste, wo der Wind den Sand ins Landesinne trägt und Sanddünen anhäuft. Deswegen sieht man inzwischen wohl auch immer mehr Kamele anstelle von Eseln. Der ganze Spaß hat uns umgerechnet 45€ gekostet ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die Kinder im Bus auch den vollen Preis hätten zahlen müssen und wir eigentlich noch hätten jemanden dazu packen können. Ich frag mich nur, wie die in einen Benz 6 Erwachsene rein pferchen wollen (zzgl. Fahrer, versteht sich)?

 

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In Essaouira haben wir eine wundervolle Unterkunft gefunden in einem Dar. Das ist ähnlich wie ein Riad um ein Atrium gebaut, hat aber eine Glaskuppel. In der Mitte steht ein Springbrunnen und über 2 Etagen sind die Zimmer um den hellen Innenhof gebaut. Vor den schönen Holzflügeltüren stehen Tischchen, die genauso gefliest sind, wie der Fußboden. Jedes Zimmer hat ein Fenster mit bunten Scheiben ins Atrium und die Holzdecken liegen auf 4 Steinsäulen. Und natürlich gibt es auch hier eine Dachterrasse mit Blick über die Medina, nur zeigen wir die lieber nicht unseren Kindern, da sie durch die auf Bodenhöhe befindlichen geöffneten Fenster der Glaskuppel ungehindert 15m in den Springbrunnen springen können. Wir haben dieses Mal 2 Zimmer und im Kinderzimmer gibt es eine zweite Etage wo das dritte Bett untergebracht ist.

 

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Essaouira ist eine weiße Stadt und es wundert nicht, dass sie schon für einige Filme herhalten musste. Hier wird der Hafen tatsächlich noch zum Fischen verwendet und überall dort kann man fangfrisch kaufen.

Die Medina wird von dicken Stadtmauern umgeben, auf der fast 300 Jahre alte Kanonen stehen. In den unzähligen Geschäften werden kunstvolle Objekte aus Tuyaholz hergestellt, zu einem Preis der bei uns noch nicht mal das Holz abdecken würde.

 

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