Wenigstens eine ruhige Nacht, aber ohne Strom und mit nur noch wenig Wasser, da wird schon das Abspülen zu einer anspruchsvollen Tätigkeit. Wenn wir also mal wieder eine Dusche und Strom haben wollen, dann müssen wir die Küste in Richtung Süden zurück und über die Türkei nach Griechenland fahren.

Zum Glück ist die Straße in einem guten Zustand, das änderte sich schlagartig, als wir ins Landesinnere in die Berge hochfuhren. Wenn nicht gerade eine Ziegenherde die Straße überquert, dann muss man aufpassen, dass man nicht eine Schildkröte platt macht, die sich in aller Ruhe über die Straße schiebt. Die Lenkung quietschte in jeder Kurve, Jürgen fährt mehr links als rechts, weil es dort weniger Schlaglöcher hat. Kurz vor der türkischen Grenze meldete der Boardcomputer, dass die Bremsbeläge zerschlissen wären.

Bulgarien Schildkröte

 

So einfach wie wir dachten kommt man dann doch nicht in die Türkei. Als erstes lernten wir, wie Datenübertragung hier funktioniert: Man bekommt einen USB-Stick mit dem man zur nächsten Kontrolle geht. Das Aus kam, als sie die Grüne Versicherungskarte sehen wollten. Für den Audi war sie abgelaufen und für den Wohnwagen ungültig. Eines davon blieb unbemerkt und so mussten wir nur ein Gefährt nochmals versichern. Hab ich schon erwähnt, dass dieser Urlaub völlig unvorbereitet war? Nach 1,5 h waren wir endlich in der Türkei. Im Gegensatz zu den Bulgaren tun die Türken wenigstens was für ihre Straßen, auch wenn dass für uns Schlammspritzer von oben bis unten nach sich zog.

 

  Türkei 1  Türkei 2Türkei 7  Türkei 9  Türkei 14 Türkei 15  Türkei 18  Türkei 19  Türkei 22

 

Ansonsten waren die Straßen top und wir erreichten gegen Abend Edirne. Man merkt, dass die Griechen hier unbeliebt sind, denn man wird zur bulgarischen Grenze geschickt, auch wenn man nach der griechischen fragt. Im letzten Augenblick (20 m vor der Grenze) konnten wir noch wenden und ein netter Polizist sagte uns wo es lang ging. Über einen winzigen Grenzübergang und wieder x Stationen, die alle in der richtigen Reihenfolge abgeklappert werden mussten, erreichten wir endlich Griechenland. Es war schon tiefe Nacht, als wir in Alexandropolis ankamen. Nach 2 Mal Fragen hatten wir auch endlich den Campingplatz gefunden.

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